Der südkoreanische Berater für Nationale Sicherheit, Ra Jong-yil, ist am 20. Februar in Peking mit einem nordkoreanischen Regierungsvertreter zusammengetroffen. Dies hat Ra heute bei einer Konferenz der Berater und Sekretäre des Präsidenten bestätigt. Ra hat allerdings Medienberichte zurückgewiesen, wonach über ein zweites innerkoreanisches Gipfeltreffen diskutiert worden sei. Da er damals das Amt des Präsidentensicherheitsberaters noch nicht angetreten hatte, sei er nicht in der Position gewesen, ein solches Thema anzusprechen. Dementiert wurde ebenfalls, dass es sich bei dem nordkoreanischen Gesprächspartner um den Vizevorsitzenden der nordkoreanischen Kommission für Frieden in Asien-Pazifik handle. Dazu sagte die Präsidialsprecherin Song Gyeong-hee, dass das Treffen in Peking, soweit sie wisse, nicht auf Anweisung von Präsident Roh zustande gekommen sei. Roh habe zudem Transparenz in den innerkoreanischen Beziehungen angemahnt und angeordnet, alle Informationen zu veröffentlichen, die vorliegen, sagte Song. Zehn Tage vor dem Treffen in Peking besuchte Ra Präsident Roh, um über die innerkoreanischen Beziehungen und anstehende außenpolitische Fragen zu sprechen. Politische Beobachter in Seoul rechnen mit der Möglichkeit, dass Ra kurz vor dem Amtsantritt von Präsident Roh versucht habe, Kontakt mit Nordkorea herzustellen, um einen Durchbruch in den innerkoreanischen Beziehungen vorzubereiten.