Die britische Tageszeitung „Financial Times“ hat US-Präsident George W. Bush dazu geraten, unverzüglich direkte Gespräche mit Nordkorea aufzunehmen. In einem Kommentar wies die Zeitung darauf hin, dass Bush sich mit seinem hartnäckigen Kurs nur selbst in Not bringe. Bush wolle sich zwar nicht erpressen lassen. Dennoch sei es grundsätzlich besser, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um somit eine katastrophale Situation, nämlich einen nordkoreanischen Atomwaffenbesitz, zu verhindern. Die Zeitung warf Bush ferner Widersprüchlichkeit in seiner Nordkoreapolitik vor. Bush habe zunächst versucht, den Konflikt im Alleingang zu lösen und fordere nun plötzlich eine Lösung im multilateralen Rahmen. Bush habe damit die bisherigen Errungenschaften der südkoreanischen Sonnenscheinpolitik zunichte gemacht, so das Urteil der Financial Times.