Nach Einschätzung des südkoreanischen Verteidigungsministeriums kann eine nordkoreanische Langstreckenrakete auch das Festland der USA erreichen.
Beim Abschuss des Gwangmyongsong-2 im Jahr 2009 sei die zweite Antriebsstufe der Trägerrakete 3.846 Kilometer weit geflogen, sagte ein Ministeriumsvertreter. Demnach verfüge Nordkorea vermutlich bereits über die Technologie, die eine Reichweite von mehr als 10.000 Kilometer ermögliche.
Nordkorea werde beim geplanten Start Schlüsseltechnologien für Interkontinentalraketen testen, darunter die für Wiedereintrittskörper und Präzisionssteuerung. Bei Sanktionen durch die internationale Gemeinschaft werde Pjöngjang nach dem Raketenabschuss höchstwahrscheinlich zusätzliche militärische Provokationen verüben, so wie beim Start des Kwangmyonsong-2 auch, hieß es weiter.
Außerdem wird davon ausgegangen, dass Nordkorea für den Start insgesamt 850 Millionen Dollar ausgeben werde, davon 400 Millionen Dollar für den Bau einer Abschussrampe an der Basis in Dongchang-ri.
Nordkorea hatte angekündigt, Mitte April den Satelliten Kwangmyongsong-3 mit einer eigenen Trägerrakete ins All zu befördern. Das Ausland vermutet hinter dem Vorhaben den verdeckten Test einer Interkontinentalrakete.