Die Kommission für fairen Handel will aktiv gegen unlautere Geschäftspraktiken in der Software-Industrie vorgehen.
Die Kommission beschloss, den von ihr festgelegten Standard-Untervertrag in den Vertrag für Package-Software und den für Wartung und Instandhaltung einzuteilen, um unfaire Praktiken zu korrigieren.
Grund ist, dass es nach Untersuchungen beim Vertragsabschluss am häufigsten zu einer unlauteren Praktik kommt. Als Paradebeispiele nannte die Kommission die Softwareentwicklung ohne vorherigen Abschluss des entsprechenden Vertrags sowie die einseitige Preissetzung durch den Auftraggeber.
Die Kommission will bei verdächtigen Unternehmen die Lage untersuchen und bei einer entdeckten Verletzung gültiger Regelungen gesetzlich strikter vorgehen. Sie will in ihrem Internetauftritt Meldungen gegen unfaire Praktiken veröffentlichen und die Überwachung verschärfen. Zudem wird mit den zuständigen Behörden eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Verbesserung des Sublieferanten-Systems beschäftigen soll.