Ausländische Investmentbanken erwarten, dass die deutliche Zunahme der Sozialausgaben in Südkorea nach den Parlamentswahlen die Wirtschaft kaum beeinträchtigen werde.
Laut dem Zentrum für Internationale Finanzen in Seoul vertraten Investmentbanken die Ansicht, dass infolge des Wahlsiegs der Regierungspartei die Unsicherheiten in der Wirtschaftspolitik nachlassen würden. Der Einfluss der Wahlergebnisse auf den Finanzmarkt und die Makroökonomie des Landes werde begrenzt bleiben.
Ihre Prognose begründeten BOA Merrill Lynch und JP Morgan damit, dass auch die Ergebnisse früherer Parlamentswahlen keine großen Auswirkungen auf den Markt gehabt hatten. Außerdem habe nicht nur die Opposition, sondern auch die Regierungspartei versprochen, die Sozialausgaben um mehr als 50 Billionen Won oder 43,8 Milliarden Dollar zu erhöhen.
Fitch ging davon aus, dass die zu erwartende Zunahme der Sozialausgaben um mehr als 89 Billionen Won oder 78 Milliarden Dollar Südkoreas Staatshaushalt nicht belasten würde. Deshalb sei kein Einfluss auf die Bonität des Landes zu befürchten.