Nach Schätzungen von Amnesty International gibt es in Nordkorea rund 200.000 politische Häftlinge.
Das geht aus dem Menschenrechtsbericht 2012 der Menschenrechtsorganisation hervor, den Amnesty International Korea am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Seoul präsentierte.
In sechs Gefangenenlagern für politische Häftlinge befänden sich 200.000 Menschen in Haft. Zudem seien in 180 zusätzlichen Einrichtungen Tausende weitere Nordkoreaner in Haft.
Weiter hieß es, dass im Zuge der Machtübernahme durch Kim Jong-un zu Jahresanfang vermutlich über 200 Beamte verhaftet oder hingerichtet worden seien. Auch nach dem Machtwechsel gebe es keinerlei Anzeichen dafür, dass sich die Menschenrechtslage in Nordkorea verbessern werde.