Nordkorea hat sich in seiner jüngst revidierten Verfassung als Atommacht bezeichnet.
Auf der staatlich betriebenen Webseite „Naenara (Mein Land)” wurde die Präambel der neuen Verfassung vorgestellt. Darin steht, dass der verstorbene Machthaber Kim Jong-il Nordkorea in einen mit politischen Ideologien ausgerüsteten unschlagbaren starken Staat, eine Atommacht und eine unbesiegbare Militärmacht verwandelt habe.
Es wird davon ausgegangen, dass Nordkorea mit dieser Beschreibung seinen Atomwaffenbesitz als vollendete Tatsache präsentieren und ihn auch unter Kim Jong-un weiterhin als diplomatische Karte einsetzen will.
Zudem wird die Verfassung nicht mehr wie bisher als Kim Il-sung-Verfassung, sondern als Kim Il-sung/Kim Jong-il-Verfassung bezeichnet.
Unterdessen bekräftigte die US-Regierung ihre bisherige Position, Nordkorea nicht als Atommacht anzuerkennen.
Die US-Regierung halte seit langem an der Position fest, Nordkorea unter keinen Umständen als Atomwaffenstaat akzeptieren zu wollen, sagte der stellvertretende Außenamtssprecher Mark Toner vor Reportern.