Die südkoreanischen Sicherheitsbehörden ermitteln derzeit gegen eine als Flüchtling getarnte Spionin aus Nordkorea.
Wie ein ranghoher Regierungsbeamter mitteilte, steht eine 46-jährige Frau namens Lee Kyeong-ae im Verdacht, für das nordkoreanische Ministerium für Staatssicherheit tätig zu sein. Sie sei Ende letzten Jahres über Thailand nach Südkorea eingereist. Untersucht werde, auf welche Weise und mit welchem Auftrag Lee nach Südkorea gekommen sei.
Lee hätte bei Befragungen nach ihrer Einreise zuerst behauptet, dass sie über einen Vermittler in den Süden gekommen sei, um ihren südkoreanischen Freund zu treffen. Später habe sie jedoch gestanden, dass sie Spionin sei.
Lee sei Anfang der 2000er Jahre beim nordkoreanischen Ministerium zur Spionin ausgebildet und nach China entsandt worden. Dort sei sie dafür verantwortlich gewesen, Falschnoten gegen chinesische Yuan-Scheine zu tauschen, hieß es weiter.
In Südkorea wurden zuvor 2008 und 2010 zwei als Flüchtlinge getarnte nordkoreanische Spioninnen entdeckt.