Eine Bürgerorganisation hat nach eigenen Angaben Einsicht in den Totenschein der in Nordkorea festgehaltenen Südkoreanerin Shin Sook-ja genommen.
Das teilte der Leiter der Vereinigung von Familienangehörigen von nach Nordkorea Entführten, Choi Sung-yong, mit. Er habe die Totenscheine von sechs in Nordkorea festgehaltenen Südkoreanern und einer entführten Japanerin eingesehen.
Demnach sei Shin am 23. November 2008 in Pjöngjang an Leberzirrhose gestorben. Shin war in den 1980er Jahren mit ihrer Familie nach Nordkorea übergesiedelt und wurde laut Augenzeugen nach der Flucht ihres Mannes in einem Lager für politische Häftlinge festgehalten.
Das japanische Entführungsopfer Megumi Yokota sei nicht im April 1994, wie Nordkorea der japanischen Regierung mitgeteilt hatte, sondern im Dezember 2004 gestorben. Der aus Nordkorea geflohene und später wieder dorthin abgeschobene Kriegsgefangene Han Man-taek sei im September 2009 gestorben, hieß es weiter.
Dazu sagte das Vereinigungsministerium, dass die Regierung nicht feststellen könne, ob die Dokumente authentisch seien, da diese auf einem inoffiziellen Weg erworben worden seien.