Die Regierung will die Behauptung überprüfen, dass der Freihandelspakt zwischen Südkorea und der EU der französischen Autoindustrie schadet.
Hintergrund ist die Äußerung des französischen Industrieministers Arnaud Montebourg am Mittwoch, dass er die Entwicklungen am Automarkt überwachen wolle, damit für südkoreanische Autos Safeguard-Schutzklauseln eingeführt werden können. Grund sei der deutliche Zuwachs ihres Marktanteils seit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens.
Ein Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums teilte mit, dass Schäden durch den Zollabbau in der betroffenen Industrie erst nachgewiesen werden müssten, wolle Frankreich Safeguard-Klauseln einführen. Seoul werde prüfen, ob die Voraussetzungen für einen solchen Schritt gegeben seien.
Eine Safeguard-Regelung ermöglicht eine Zollanhebung für ein bestimmtes Produkt, sollten dessen Importe nach dem Abschluss eines Freihandelspaktes drastisch steigen.