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Peking intensiviert Bemühungen um Vermittlung im Atomstreit
Write: 2003-04-05 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Die chinesische Regierung hat damit begonnen, sich aktiver um eine Vermittlung im Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea zu bemühen. Das verlautete am Freitag aus Pekinger Regierungskreisen. China habe Nordkorea bereits seit Ende Februar vor weiteren Provokationen gegen die USA gewarnt. Der Warnung sei damals Nachdruck verliehen worden, indem eine Ölpipeline für drei Tage geschlossen wurde, sagte ein Beamter des chinesischen Außenministeriums. Gleichzeitig habe China im UNO-Sicherheitsrat die Versuche der USA geblockt, Nordkorea für seinen Rückzug aus dem Atomwaffensperrvertrag zu rügen und Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea zu beschließen. Der Beamte erklärte, die Regierung in Peking habe erkannt, dass man die Situation nicht den Streitpartnern allein überlassen könne. Daher habe man beschlossen, Einfluss zu nehmen und zwar insofern, als man ein Zusammentreffen beider Seiten unterstützen wolle. Seit Ende Februar habe Peking daher in der Nordkoreafrage rund 50 Botschaften mit Pjöngjang und Washington ausgetauscht und zahlreiche Treffen mit Diplomaten beider Länder zustande gebracht. In Gesprächen mit Nordkorea habe man dem Verbündeten zum Dialog mit den USA geraten, um den Stillstand im Atomstreit zu überwinden, sagte der Beamte.
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