Der Anstieg der vereinbarten Lohnsteigerungen in den Betrieben ist dieses Jahr leicht zurückgegangen.
Wie das Arbeitsministerium mitteilte, habe man 3.400 Unternehmen mit jeweils mehr als 100 Beschäftigten befragt, die bis Juli Tarifabschlüsse erzielt hätten. Demnach sei die durchschnittliche Lohnerhöhung mit 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gefallen.
Im Öffentlichen Dienst seien die Steigerungen mit 4,3 Prozent um 0,2 Prozent besser als im letzten Jahr ausgefallen, in der Privatwirtschaft sei jedoch ein leichter Rückgang des Zuwachses zu verzeichnen gewesen.
Auch sei die Zahl der erfolgreich geschlossenen Tarifabkommen mit 39,5 Prozent in der Privatwirtschaft und 17,5 Prozent im Öffentlichen Dienst bislang 4,3 bzw. 7,2 Prozent niedriger als im Vorjahr.
Die Lohnsteigerungsforderungen von Seiten der Arbeitnehmer hätten nach einem Höhepunkt im Jahr 2000 nach der Asienkrise mit 7,6 Prozent und dem Tiefpunkt während der Finanzkrise 2009 mit 1,7 Prozent nun wieder ein Niveau von fünf Prozent erreicht, hieß es weiter.