Präsident Roh Moo-hyun hat die Veröffentlichung seiner Blaupause für die Nordkoreapolitik zum nationalen Unabhängigkeitstag am 15. August angekündigt. Sein Konzept trage den Namen „Politik des Friedens und Wohlstandes“. Dafür sammele die Regierung die Meinungen von Bürgern und Experten, wie der Wiedervereinigungsminister Chung Se-hyun vor dem Parlamentssonderausschuss für innerkoreanische Beziehungen erklärte. Ihm zufolge habe der Beschluss des südkoreanischen Parlaments, die Nordkorea-Spendenaffäre unter Einsatz eines Sonderstaatsanwalts aufzuklären, große Besorgnis im Norden ausgelöst. Die Besorgnis soll Nordkorea über das Blatt seines Komitees für Frieden in Asien-Pazifik zum Ausdruck gebracht haben. Zum Verlauf von innerkoreanischen Austauschprogrammen sagte Chung, dass Geumgang-Reiseprogramme auf dem Überlandweg erst im August angeboten werden könnten, wenn die Straßenbauarbeiten im Norden beendet worden sind. Der südkoreanische Wiedervereinigungsminister spekulierte zudem, dass das nordkoreanische Nuklearproblem nach dem Kriegsende im Irak als ein heikles internationales Thema auftauchen könne. Dem wolle Seoul mit gemeinsamen Schritten mit den USA sowie in Zusammenarbeit mit China und Russland entgegentreten.