Nordkorea hat beschlossen, keine Trauerdelegation für den verstorbenenen Gründer der Vereinigungskirche Moon Sun-myung nach Südkorea zu schicken.
Das teilte Park Sang-kwon, der Chef des Unternehmens Pyeonghwa Motors im Besitz der Vereinigungskirche, mit. Er war am Mittwoch von seinem Besuch in Nordkorea zurückgekehrt.
Für die Entscheidung habe offenbar die aktuelle Situation in den Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea eine Rolle gespielt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un habe im August das südkoreanische Manöver Ulchi Freedom Guardian scharf kritisiert. Daher sei die Entsendung einer Kondolenzdelegation in den Süden wohl als unangemessen betrachtet worden, hieß es weiter.
Er erwarte trotzdem, dass Pjöngjang zu Moons Tod in den nächsten Tagen noch tiefer von Herzen kommend kondolieren werde, da dieser aus Nordkorea stamme und die Vereinigungskirche für das Land vieles getan habe.