Südkoreanische Unternehmen im Industriekomplex im nordkoreanischen Kaesong haben scharf gegen die neuen Steuerregelungen protestiert.
Ein Sprecher des Industrieparks sagte am Freitag, dass Vertreter von südkoreanischen Unternehmen am Mittwoch Kaesong besucht und dem zentralen Büro für die Sonderzone und der nordkoreanischen Steuerbehörde ein Schreiben überreicht hätten.
Insbesondere seien die Strafen zu hoch, hieß es in dem Schreiben, das 123 in Kaesong operierende Unternehmen unterzeichneten.
Nordkorea hatte letzten Monat bekannt gegeben, dass Unternehmen im Falle von Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen das bis zu 200-Fache der Betrugssumme als Strafe zahlen müssen.
Laut einer privaten Gruppe in Südkorea, die sich mit innerkoreanischen Wirtschaftsfragen beschäftigt, verstoße dies gegen die Steuergesetze zu den Unternehmen in Kaesong.
Demnach werden Unternehmen, die bewusst Steuern hinterziehen, mit dem 300-Fachen der Betrugssumme bestraft.