Die Verbraucherausgaben in Südkorea wachsen in schwächerem Tempo als die Wirtschaft.
Beobachtet wurde der Trend zwischen dem dritten Quartal 2009 und dem zweiten Quartal dieses Jahres und hält damit so lange an wie noch nie, berichteten Zentralbank und Samsung Wirtschaftsforschungsinstitut.
Der durchschnittliche Zuwachs der Verbraucherausgaben lag bei 2,96 Prozent, während die Wirtschaftsleistung im selben Zeitraum um 4,4 Prozent zulegte.
Dies nährt die Sorge, dass die Wirtschaft angesichts der Zurückhaltung der Verbraucher an Schwung verlieren könnte. Denn auch die Ausfuhren, die zu rund 50 Prozent zum südkoreanischen Wirtschaftswachstum beitragen, werden im Zuge der Abkühlung der Weltwirtschaft sinken.
Die Zentralbank rechnet für das Gesamtjahr noch mit drei Prozent Wachstum. Beobachter weisen aber auf die Möglichkeit hin, dass das Wachstum von Asiens viertgrößter Wirtschaft nur im Zwei-Prozent-Bereich liegen könnte.
Seit einiger Zeit erweist sich außerdem die zunehmende private Verschuldung als belastend. Die Verschuldung wächst stärker als die Wirtschaftsleistung, im zweiten Quartal wuchsen die Schulden der Haushalte um 5,6 Prozent auf 822,3 Milliarden Dollar.