Die USA, China und Nordkorea werden am 23. April in Peking zu Gesprächen über den Konflikt um das nordkoreanische Nuklearprogramm zusammenkommen. Das verlautete aus diplomatischen Kreisen in Washington. Bei den Gesprächen soll ein Kompromiss zwischen den USA und Nordkorea über den Rahmen künftiger Nukleargespräche erzielt werden. Die USA bevorzugen multilaterale Gespräche, während Nordkorea für einen direkten Dialog mit den USA plädiert. Als wahrscheinlicher Chefunterhändler auf US-Seite wird zurzeit der Unterstaatssekretär im Außenministerium James Kelly genannt. Unterdessen sagte der südkoreanische Botschafter in Washington, Han Seung-joo, Washington scheine es egal zu sein, in welchem Rahmen die multilateralen Gespräche beginnen. Die USA hielten es für angebracht, bei Gesprächen über die wirtschaftliche Zusammenarbeit Südkorea und Japan mit an den Verhandlungstisch zu holen, während bei Gesprächen über die Energieversorgung Russland mit am Tisch sitzen soll. Botschafter Han äußerte zudem seinen persönlichen Standpunkt, wonach multilaterale Gespräche nicht als ein Ergebnis der Bemühungen um eine Lösung der Nuklearfrage, sondern als Teil des Lösungsprozesses betrachtet werden sollten. An dem Prozess würden sich dann wenigstens sechs Länder beteiligen, sagte Han.