Laut dem Chef von Südkoreas Nationalem Sicherheitsrat Kim Jang-soo kann Nordkorea um diesen Mittwoch herum eine Rakete starten.
Nach seiner Einschätzung könnte der Norden neue Provokationen planen, angesichts Pjöngjangs Evakuierungsvorschlag an ausländische Botschaften und Vertretungen von Hilfsorganisationen. Nordkorea hatte erklärt, ab dem 10. April nicht mehr für die Sicherheit deren Mitarbeiter garantieren zu können.
Auch gebe es Hinweise, dass in den vergangenen Tagen ein Objekt an die Ostküste verlegt wurde, bei dem es sich um die Mittelstreckenrakete vom Typ Musudan handeln könnte.
Das Präsidialamt in Seoul teilte mit, dass mehrmals am Tag auf Sitzungen über die Situation in Nordkorea beraten werde. Die Streitkräfte seien auf eine Verteidigung des Landes vorbereitet, es gebe jedoch keine Anzeichen für den Ausbruch eines umfassenden Kriegs.
Der Beamte ergänzte, dass trotz der Dringlichkeit der Lage nicht übereilt auf einen Dialog mit dem Norden gedrängt werde. Pjöngjang müsse vielmehr selbst dazu beitragen, dass eine Gelegenheit für Gespräche geschaffen werde, hieß es.