Laut dem südkoreanischen Vereinigungsminister Ryoo Kihl-jae ist es unangemessen, zum jetzigen Zeitpunkt einen Sondergesandten nach Nordkorea zu schicken.
Die Regierung halte zwar innerkoreanische Gespräche für notwendig. Mit der Entsendung eines Sondergesandten in der jetzigen Situation könne man jedoch effektive Auswirkungen wie eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel nicht erwarten, sagte Ryoo vor dem Parlament.
Das Oppositionslager fordert jedoch eine Entsendung. Der Interimschef der größten Oppositionspartei Demokratische Vereinte Partei (DUP), Moon Hee-sang, betonte, dass ein konkreter Schritt unter Federführung der südkoreanischen Regierung erforderlich sei. Die Regierung sollte den Vorschlag ernsthaft überprüfen, zur Wiederaufnahme innerkoreanischer Gespräche einen Sondergesandten nach Nordkorea zu schicken.
Dagegen warnte das Vorstandsmitglied der regierenden Saenuri-Partei, Yoo Ki-joon, vor dem Vorschlag. Die Entsendung eines Sondergesandten inmitten der zugespitzten Spannungen könnte von Nordkorea als falsches Signal aufgefasst werden. Es sei wichtiger, Maßnahmen gegen jede mögliche Form der Provokation zu treffen.