Die südkoreanische Regierung hat ihr Bedauern darüber ausgedrückt, dass Nordkorea einen Besuchsantrag der Vertreter der im Kaesong-Industriekomplex angesiedelten südkoreanischen Unternehmen zurückgewiesen hat.
Es sei sehr bedauerlich, dass Nordkorea die Bitte der Unternehmer sowie selbst die Einleitung von humanitären Maßnahmen abgelehnt habe, sagte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Kim Hyong-seok.
Nordkorea solle unverzüglich verantwortungsbewusste Maßnahmen treffen, damit südkoreanischen Arbeitern in Kaesong das Mindeste zum Leben gewährt werden könne und deren Leiden überwunden werden könnten, sagte der Sprecher.
Laut Kim hat der Norden heute dem Süden mitgeteilt, dem Besuch nicht zuzustimmen. Als Grund habe Nordkorea genannt, dass die Verantwortung für die jetzige Lage bei Südkorea liege.
Zehn Vertreter der 123 angesiedelten Unternehmer wollten heute nach Kaesong reisen. Dort wollten sie die Produktionsanlagen besichtigen und ihren Mitarbeitern Lebensmittel liefern.
Nordkorea verbietet Südkorea jeglichen Zugang zum Komplex Kaesong, eine Ausreise von Südkoreanern ist jedoch erlaubt. In Kaesong halten sich derzeit 206 Südkoreaner auf. Die Produktion wurde in der Vorwoche unterbrochen, weil der Norden seine etwa 53.000 Arbeiter zurückgezogen hat.