Süd- und Nordkorea haben sich auf das gemeinsame Ziel der friedlichen Lösung der nordkoreanischen Nuklearfrage verständigt. Die beiden Teilstaaten konnten sich Mittwoch früh (Ortszeit) bei ihrem zehnten Ministertreffen in Pjöngjang nach langwierigen Diskussionen auf eine gemeinsame Pressemitteilung einigen. Die sechs Punkte umfassende Pressemitteilung schreibt unter anderem vor, dass beide Koreas für eine friedliche Beilegung des Atomstreits gemeinsame Anstrengungen unternehmen werden. Um diese Einigung hatten beiden Seiten bei ihren dreitägigen Gesprächen intensiv gerungen. Darüber hinaus hieß es in der Mitteilung, dass um den 15. Juni herum im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge die siebte Familienzusammenführung seit dem Korea-Gipfel im Juni 2000 durchgeführt werde und in absehbarer Zeit der Bau des ständigen Treffpunkts für getrennte Familien begonnen werden soll. Zum dritten Jubiläum der gemeinsamen Erklärung der beiden Staatsoberhäupter vom 15. Juni 2000 sollte ein groß angelegtes Wiedervereinigungsfest veranstaltet werden. Nordkorea hat ferner prinzipiell die Teilnahme von Athleten und Anfeuerern an der Sommeruniversiade im südkoreanischen Daegu zugesagt. Die beiden Seiten sollten sich darum bemühen, gemeinsame Wirtschaftsprojekte, wie die Bahn- und Straßenverbindung, den Bau des Gaesung-Industrieparks sowie das Geumgang-Tourprogramm, zum Erfolg zu bringen. Dafür sollte die fünfte Sitzung des Ausschusses für innerkoreanische Wirtschaftskooperation vom 19. bis 22. Mai in Pjöngjang stattfinden. Außerdem wurde vereinbart, das elfte innerkoreanische Ministertreffen vom 9. bis 12. Juli in Seoul zu veranstalten.