Von den 50 verbleibenden südkoreanischen Mitarbeitern haben nur 43 die Genehmigung Nordkoreas für die Ausreise in den Süden erhalten.
Das Vereinigungsministerium in Seoul teilte am Montag mit, wegen ausbleibender Zahlungen sei sieben Mitarbeitern die Ausreise nicht erlaubt worden. Es handele sich dabei zum größten Teil um die Löhne für nordkoreanische Mitarbeiter. Nach Abschluss der Gespräche mit Nordkorea über die Details und Zahlungsmethode würden dann auch die restlichen südkoreanischen Mitarbeiter zurückkehren.
Auf Beschluss der südkoreanischen Regierung waren am Samstag 125 südkoreanische Mitarbeiter von der grenznah gelegenen nordkoreanischen Stadt nach Südkorea zurückgekehrt. Seoul wollte eigentlich am Montag den Abzug sämtlicher Mitarbeiter aus Kaesong abschlíeßen.
Seoul informiert sich derzeit bei den Unternehmen über den genauen Umfang der fälligen Löhne, Einkommenssteuer und Kommunikationsgebühren. Nordkorea forderte laut Berichten Zahlungen in Höhe von rund acht Millionen Dollar, darunter Löhne in Höhe von 7,2 Millionen Dollar.
Im Kaesong-Komplex, der vor zehn Jahren eingerichtet wurde, sind 123 südkoreanische Unternehmen angesiedelt. Seit 27 Tagen verbietet Nordkorea den Zugang, eine Ausreise war aber noch erlaubt. Mittlerweile hat der Norden alle etwa 53.000 nordkoreanischen Arbeiter abgezogen.