Finanzinstitute in Südkorea wollen den im innerkoreanischen Industriepark von Kaesong tätigen Unternehmen Notfallkredite in Höhe von bis zu 700 Milliarden Won (36,5 Millionen Dollar) zur Verfügung stellen.
Woori Bank sowie die staatliche Industriebank Korea wollen jeweils 100 Milliarden Won und die Export-Import Bank 300 Milliarden Won bereitstellen, wie die Finanzdienstekommission (FSC) mitteilte.
Dazu kämen noch 200 Milliarden Won von weiteren Banken, Kreditgesellschaften und Versicherungen, hieß es.
Die Kommission und der Finanzaufsichtsdienst hatten den Finanzsektor aufgerufen, den südkoreanischen Unternehmen in Kaesong kurzfristige Sonderkredite einzuräumen.
Wegen der Schließung des grenznahen Industriekomplexes in Nordkorea ist ein großer Teil der bisher dort produzierenden Unternehmen in große Schwierigkeiten geraten.
Angesichts der verschärften Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatte Pjöngjang alle 53.000 nordkoreanischen Arbeiter, die für die südkoreanischen Unternehmen in Kaesong tätig waren, Anfang April abgezogen.
Die Regierung in Seoul hat einen Notfallfonds im Umfang von 300 Milliarden Won zur Unterstützung der betroffenen Unternehmen eingerichtet.