Die für 17.30 Uhr erwartete Rückkehr von allen sieben noch verbleibenden südkoreanischen Arbeitern im innerkoreanischen Industriepark von Kaesong verzögert sich.
Als Grund nannte das Vereinigungsministerium in Seoul organisatorische Umstände. Es werde jedoch nicht mehr lange dauern, hieß es.
Wie das Ministerium vor kurzem angab, wollte eine fünfköpfige Delegation geleitet von Kim Ho-nyun, dem Vizevorsitzenden des Kaesong-Managementkomitees, mit Bargeld in den Norden reisen, um ausstehende Löhne für etwa 53.000 nordkoreanische Arbeiter zu zahlen. Wieviel Seoul dem Norden zahlen wird, ist noch unbekannt.
Ursprünglich wollte die südkoreanische Regierung bereits am Montag, als 43 Landsleute Kaeseong verließen, alle Beschäftigten aus Kaesong abziehen. Die sieben Südkoreaner, darunter der Vorsitzende des Kaesong-Managementkomitees Hong Yang-ho, mussten jedoch weiter bleiben, da Nordkorea eine abschließende Klärung von Fragen zu noch ausstehenden Löhnen, Einkommenssteuern sowie Kommunikationsgebühren forderte.
Nach dem Abzug der letzten Arbeiter am Montag wird der Industriekomplex erstmals seit seiner Eröffnung Ende 2004 faktisch stillliegen.
Nordkorea zog bereits am 9. April alle etwa 53.000 nordkoreanischen Mitarbeiter aus dem Industriekomplex ab. Nordkorea verbietet seit dem 3. April den Zugang zum Industriepark, eine Ausreise ist noch erlaubt.