Laut dem Ergebnis einer Untersuchung hat der Dollar-Yen-Kurs eine für kleine und mittlere Unternehmen in Südkorea kritische Grenze erreicht.
Der Koreanischen Handels- und Industriekammer zufolge könnten südkoreanische Mittelständler angesichts der gegenwärtigen Yen-Schwäche ihre Exportwettbewerbsfähigkeit nicht mehr aufrechterhalten.
Die Organisation hatte 500 kleine und mittlere Unternehmen befragt. Demnach liege der kritische Wert des Wechselkurses bei 101,1 Yen je Dollar. Am heutigen Nachmittag wurde der Dollar bereits zu 103 Yen gehandelt und überschritt damit den kritischen Wert.
Südkoreas Ausfuhren würden laut der Umfrage um 14,4 Prozent sinken, wenn der Dollar 110 Yen kostet. 44 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dieses Jahr ähnlich viel zu exportieren wie letztes Jahr. 26 Prozent rechnen mit einem Rückgang verglichen mit dem Vorjahr.
Nach den Gründen für die erwartete Beeinträchtigung der Ausfuhren im zweiten Halbjahr befragt, sagten 33 Prozent, dass die Yen-Schwäche der entscheidende Faktor sei. Als weitere Faktoren wurden ein Rückgang der US-Konjunktur und ein Anstieg der Preise für Öl und andere Rohstoffe genannt.