Südkoreas Vereinigungsminister Ryoo Kihl-jae hat Nordkoreas Ambivalenz in jüngster Zeit kritisiert.
Hintergrund ist, dass Nordkorea das Angebot der Seouler Regierung für Arbeitsgespräche zum Kaesong Industriepark ablehnte, während es mit privaten Unternehmen und Organisationen Kontakt aufnahm.
Nordkorea wolle wie in der Vergangenheit die südkoreanische Regierung und den privaten Bereich voneinander trennen und damit dem eigentlichen Problem ausweichen, sagte Ryoo bei einem Forum zur Wirtschaft auf der koreanischen Halbinsel.
Südkorea wolle nicht nach Nordkoreas Pfeife tanzen. Nordkorea sollte zunächst demonstrieren, dass es sich verändere. Das Land habe stattdessen von Anfang an auf ganz offene Weise Tricks benutzt, das bedeute, dass der Norden auf den Süden herabblicke, hieß es weiter.
Es sei unmöglich, so zu tun, als ob nichts geschehen wäre, sollten auch gemäß Nordkoreas Forderung Unternehmer und Mitarbeiter des Verwaltungskomitees in den Kaesong Industriepark reisen und dadurch der Betrieb wieder aufgenommen werden. Die Regierung könnte nicht lediglich die Schwierigkeiten der dort angesiedelten Unternehmen berücksichtigen und danach handeln, betonte Ryoo und bat um Verständnis.