Süd- und Nordkorea haben um 10.15 Uhr im Waffenstillstandsort Panmunjom Arbeitsgespräche für ein Ministertreffen am 12. Juni in Seoul aufgenommen.
Gegen 11.20 Uhr wurden die Verhandlungen am Vormittag beendet. Am Nachmittag werden die Gespräche fortgesetzt.
Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums begannen sechs Delegierte aus beiden Teilen Koreas ihre Diskussion im südkoreanischen Teil des Friedenshauses in Panmunjom. Das ursprünglich für 10 Uhr geplante Gespräch konnte aus technischen Gründen erst 15 Minuten später beginnen.
Themen sind der Umfang der Delegationen, das Programm während des Aufenthalts und die Tagesordnung der Ministergespräche.
Die Chefdelegierten sind auf Südkoreas Seite Chun Hae-sung, Abteilungsleiter für Wiedervereinigungspolitik im Vereinigungsministerium, und auf Seiten Nordkoreas Kim Sung-hye, Abteilungsleiterin im Sekretariat der Kommission für die friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes.
Zum Auftakt der Gespräche sagte der südkoreanische Chefdelegierte Chun, er wolle auf der Grundlage des Geistes des Prozesses zum Aufbau des gegenseitigen Vertrauens sein Bestes geben. Beide Seiten würden über administrative und technische Fragen beraten, um das Ministertreffen am 12. Juni in Seoul zu einem Erfolg zu führen, hieß es.
Nordkorea hatte am Samstag Südkoreas Gegenvorschlag akzeptiert, die Arbeitsgespräche nicht im nordkoreanischen Kaesong, sondern in Panmunjom zu veranstalten. Als Reaktion auf Nordkoreas Vorschlag für ein Ministertreffen zum stillgelegten innerkoreanischen Industriepark von Kaesong und zum grenzüberschreitenden Geumgang-Reiseprojekt hatte Seoul zuvor angeboten, das Treffen am 12. Juni in Seoul abzuhalten. Daraufhin schlug Nordkorea Arbeitsgespräche am 9. Juni in Kaesong vor.
Das letzte innerkoreanische Gespräch auf Ministeriumsebene, das erstmals im Juli 2000 stattfand, kam vor knapp sechs Jahren zustande.