Südkoreas Marine hat der Opfer des zweiten Seegefechts von Yeonpyeong gedacht.
Das Gefecht hatte sich vor elf Jahren im Gelben Meer ereignet. Zu der heutigen Zeremonie, die vom Generalstabschef der Marine am Stützpunkt der Zweiten Flotte organisiert wurde, kamen rund 1.000 Gäste. Unter den Gästen waren auch Hinterbliebene der Opfer des Gefechts zur Verteidigung der Nördlichen Grenzlinie (NLL).
Auch die Vorsitzenden der Regierungspartei und der führenden Oppositionspartei kamen. Zurzeit steht die NLL im Mittelpunkt eines Streits. Anlass sind Bemerkungen des früheren Präsidenten Roh Moo-hyun beim Korea-Gipfel 2007 über die Seegrenze, die von den politischen Lagern unterschiedlich interpretiert werden. Auch entbrannte ein Streit darüber, ob der Geheimdienst befugt war, Auszüge aus dem Gesprächsprotokoll des Gipfels zu veröffentlichen.
Bei der Schlacht 2002 starben sechs südkoreanische Matrosen, 18 wurden verletzt. Auf nordkoreanischer Seite sollen laut Schätzungen rund 30 Soldaten gefallen sein.
Nordkorea erkennt die NLL nicht an, da diese nach dem Koreakrieg einseitig vom US-geführten UN-Kommando gezogen worden sei. Daher kam es an der Grenze im Meer in der Vergangenheit immer wieder zu teils blutigen Gefechten.