Nordkorea hat Aktivisten in Südkorea davor gewarnt, Propagandazettel in Umlauf zu bringen.
Ihnen drohe ein "elendes Schicksal", sollten sie Zettel mit anti-nordkoreanischer Proganda mit Ballons über die Grenze fliegen lassen, hieß es in einem von der Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Bericht.
Hintergrund sind Berichte, laut denen nordkoreanische Flüchtlinge und Mitglieder einer Menschenrechtsorganisation mit Sitz in den USA Propaganda-Material vom Imjin-Pavillon aus mit Ballons über die Grenze nach Nordkorea fliegen lassen wollen.
Südkorea dürfe keinen einzigen Augenblick lang vergessen, dass der Pavillion in Sichtweite von Einheiten unter dem Kommando der Volksarmee liege.
In der Vergangenheit hatten Aktivisten mehrmals Propaganda-Material, das Kritik am autokratischen Regime enthält, und Dollar-Scheine nach Nordkorea fliegen lassen.
Stets hatte Pjöngjang mit Vergeltung gedroht, bislang aber keine konkreten Taten verübt.
Unterdessen hinderte die Polizei Aktivisten in Paju heute daran, Zettel mit anti-nordkoreanischer Propaganda in den Norden zu schicken. Der Chef der Gruppierung Kämpfer für ein Freies Nordkorea (FFNK) wurde auf die Polizeiwache mitgenommen, da er versucht hatte, eine Polizeisperre zu überwinden.