Süd- und Nordkorea haben sich nach Marathonverhandlungen im Grundatz darauf verständigt, den stillgelegten innerkoreanischen Industriepark in Kaesong wieder in Betrieb zu nehmen.
Die Delegierten beider Koreas verhandelten am Waffenstillstandsort Panmunjom seit Samstag bis Sonntagmorgen um 4.05 Uhr und unterzeichneten ein vier Punkte umfassendes Einigungsdokument.
Dies teilte der südkoreanische Chefunterhändler Seo Ho mit.
Laut der Einigung dürften die südkoreanischen Unternehmen fertige Produkte und Rohmaterialien sowie Anlagen in Kaesong abtransportieren. Um die Schäden in der sommerlichen Regenzeit gering zu halten, würden Vertreter der in Kaesong angesiedelten südkoreanischen Unternehmen am 10. Juli in die nordkoreanische Grenzstadt reisen und ihre Anlagen und Maschinen überprüfen. Hierfür werde der Norden die Sicherheit der Südkoreaner, ihre Rückkehr in den Süden sowie eine reibungslose Kommunikation garantieren.
Beide Koreas vereinbarten außerdem, die Arbeitsgespräche am 10. Juli im Gewerbekomplex in Kaesong fortzusetzen. Dabei wollen beide Seiten über die Normalisierung des Betriebs des Industrieparks beraten, damit sich ein Vorfall wie der Stopp des Betriebs durch einseitige Maßnahmen Nordkoreas nicht wiederholt.
In dem innerkoreanischen Industriepark ruhen seit dem 3. April die Arbeiten, weil Nordkorea seine Arbeiter nicht mehr an die Werkbänke schickte.