Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums haben die Arbeitsgespräche zur Normalisierung des innerkoreanischen Kaesong-Industrieparks in vielen Punkten Differenzen zwischen beiden Koreas offenbart.
Beide Seiten müssten in vielen Punkten noch verhandeln, sagte Sprecher Kim Hyung-seok vor Reportern. Die südkoreanische Regierung wolle an ihrem bisherigen Kurs festhalten und den Dialog mit Nordkorea mit Gelassenheit fortsetzen.
Das Wichtigste sei, eine Wiederholung eines zweiten einseitigen Betriebsstopps zu verhindern. Erst danach wolle der Süden anstreben, dass sich beide Koreas gemeinsam bemühen, damit der Kaesong Industriepark durch fortschrittliche Maßnahmen international wettbewerbsfähig werde.
Hinsichtlich des seit einer Woche laufenden Transports von Gütern und Materialien aus Kaesong hieß es, dass seines Wissens auch Produktionsanlagen zurückgeholt würden. Zu diesem Zeitpunkt liege jedoch der Schwerpunkt offenbar darauf, keine wichtigen Anlagen sondern zunächst bewegliche Gegenstände in den Süden zu bringen.
Süd- und Nordkorea kamen zu vier Arbeitsgesprächen zum stillgelegten Kaesong Industriepark zusammen, ohne eine Einigung zu erzielen. Die fünften Gespräche finden am Montag statt.