Südkorea hat bei Arbeitsgesprächen mit Nordkorea darauf beharrt, dass Pjöngjang eine Nichtschließung des Kaesong-Industrieparks garantiert.
In einem um 10 Uhr zu Beginn der Gespräche überreichten Entwurf werde der Norden aufgefordert, seine Sichtweise zu ändern, berichtete ein Sprecher des für innerkoreanische Angelegenheiten zuständigen Vereinigungsministeriums. Der Süden fordere einen institutionellen und rechtlich zugesicherten Schutz der Unternehmensinteressen und die Entwicklung des Gewerbeparks zur internationalen Geschäftszone, hieß es.
Nordkorea habe zu Beginn des zweiten Treffens kurz nach Mittag einen Gegenvorschlag unterbreitet. Details hierzu wurden noch nicht bekannt.
Bislang hatten beide Koreas bei vier hochrangigen Regierungsgesprächen keine Einigung zur Wiedereröffnung ihres Industrieparks in Nordkorea nahe der Grenze erzielen können. Zuletzt produzierten an dem Standort 123 südkoreanische Firmen.
Nordkorea fordert die sofortige Wiederaufnahme der Produktion. Südkorea will sicherstellen, dass Nordkorea in Zukunft nicht erneut den Betrieb durch eine einseitige Entscheidung lahmlegen kann. Nordkorea wiederum behauptet, dass Südkorea die Schuld an der Schließung trage.