Südkorea hat einer Delegation des Unternehmens Hyundai Asan einen Besuch in Nordkorea erlaubt.
Anlass für den Besuch im Geumgang-Erholungsgebiet an der Ostküste ist eine Gedenkveranstaltung für den früheren Vorsitzenden der Hyundai-Gruppe Chung Mong-hun.
Die amtierende Vorsitzende Hyun Jeong-eun, die Witwe Chungs, und 38 weitere Unternehmensvertreter würden am Sonntag um 10.40 Uhr die Demarkationslinie in Richtung Norden überqueren und gegen 16 Uhr zurückkehren, teilte das Vereinigungsministerium mit.
Die Asche des Verstorbenen war gemäß seinem Wunsch in dem Erholungsgebiet verstreut worden.
Der Besuch der Witwe und von anderen Familienmitgliedern sowie Unternehmensvertretern finde jedes Jahr statt, sagte ein Beamter des Ministeriums.
Hyundai und das für Geschäfte in Nordkorea zuständige Tochterunternehmen Hyundai Asan hatten eine führende Rolle bei der Einrichtung des Erholungsgebiets in Nordkorea, in das südkoreanische und ausländische Touristen reisten, sowie des Kaesong Industrieparks gespielt.
Die Reisen zum Geumgang-Gebirge sind seit dem Sommer 2008 unterbrochen, nachdem dort eine südkoreanische Touristin in militärischem Sperrgebiet erschossen worden war. In Kaesong ruht seit April die Produktion, nachdem Nordkorea seine 53.000 Arbeiter wegen der Spannungen auf der Halbinsel abgezogen hatte.