Nordkorea hat dem Süden vorgeschlagen, am 14. August die innerkoreanischen Gespräche zur Normalisierung des Betriebs des Industriekomplexes in Kaesong fortzusetzen.
Das nordkoreanische Komitee für die friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes teilte in einer Sondererklärung mit, der Norden wolle den provisorischen Stopp des Betriebs aufheben, die Ein- und Ausreise der Südkoreaner erlauben, ihnen den gewöhnlichen Pendelverkehr gewährleisten sowie ihre Sicherheit garantieren. Das Vermögen der südkoreanischen Unternehmen werde geschützt. Die Wiederinbetriebnahme des Komplexes unter der Voraussetzung, dass sich ein ähnlicher Vorfall wie der einseitige Betriebsstopp durch Nordkorea nicht wiederholen werde, werde ebenfalls garantiert, hieß es. Den Vorschlag hat Nordkorea der südkoreanischen Regierung auch über den Verbindungskanal im Waffenstillstandsdorf Panmunjom unterbreitet.
Als Verhandlungsort wurde die Industriezone im nordkoreanischen Kaesong vorgeschlagen.
Südkorea hatte am 28. Juli ein letztes Angebot für Gespräche über den Kaesong-Industriepark unterbreitet. Zuvor waren sechs Runden von Arbeitsgesprächen ohne Einigung zu Ende gegangen.
Der erste Spatenstich des einzigen innerkoreanischen Industrieparks erfolgte im Juni 2003 als eine Folge des ersten Korea-Gipfels im Juni 2000.
In dem Industriepark waren etwa 53.000 Nord- und 800 Südkoreaner tätig, als Nordkorea Anfang April alle Landsleute zurückgezogen hatte. Einer der Gründe war, dass südkoreanische Medien die Würde des nordkoreanischen Staatschefs herabgesetzt hätten. Einen Monat später zog die südkoreanische Regierung ihre Landsleute ab.