Von den Verhandlungen zur Kaesong-Frage in der kommenden Woche erhofft sich die Regierung in Seoul rationale Maßnahmen für eine zukunftsorientierte Normalisierung des Industrieparks.
Das sagte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Kim Hyung-seok am Freitag auf einer Pressekonferenz. Der Schwerpunkt werde darauf liegen, wie man den Industriepark entsprechend allgemeinen Vorstellungen und Normen entwickele.
Kim machte jedoch klar, dass der Betrieb der Wirtschaftssonderzone Kaesong nicht mit politischen und militärischen Angelegenheiten in Verbindung stehe. Damit ging der Sprecher auf die Frage ein, ob auch das südkoreanisch-amerikanische Militärmanöver Eulji Freedom Guardian zur Sprache kommen werde.
Zu den Spekulationen, dass Nordkorea seine Urananreichungskapazät in Yongbyon verdoppelt haben könnte, betonte Kim, Nordkorea solle den Weg für eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel einschlagen.
Nach langem Tauziehen einigten sich beide Seiten am Mittwoch darauf, die siebte Verhandlungsrunde zur Kaesong-Frage am 14. August fortzusetzen. Nordkorea hatte erklärt, den Industriepark für südkoreanische Unternehmen wieder öffnen zu wollen.