Die südkoreanische Regierung hat die Überwachung der Entwicklungen am Finanzmarkt verschärft.
Grund ist eine mögliche Krise in Indien und südostasiatischen Schwellenländern wegen eines eventuellen Ausstiegs der USA aus dem Programm der quantiativen Lockerung.
Das Finanzministerium, die Koreanische Zentralbank und die Finanzaufsichtsbehörden überwachen Einflüsse des deutlichen Wertverfalls der Landeswährung und des Kursrutschs an der Börse in Indien und Indonesien auf Südkorea in Echtzeit. Sie tauschen außerdem über ein Frühwarnsystem Informationen aus.
Die zuständigen Behörden vertreten die Meinung, dass Kapitalabflüsse aus aufstrebenden Ländern bereits erwartet worden seien. Angesichts Unterschieden des Fundaments der Volkswirtschaften würden die Einflüsse auf Südkorea begrenzt sein.
Die Finanzaufsichtsbehörden wollen einstweilen Devisenflüsse in einheimische Finanzinstitute unter die Lupe nehmen. Sie wollen ihnen davon abraten, übermäßige kurzfristige Devisenkredite aufzunehmen.