Der letztwöchige südkoreanisch-amerikanische Gipfel hat die Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen gehemmt. Der südkoreanische Präsidentenberater für Außenpolitik und Sicherheit, Ban Ki-moon, drückte sein Bedauern über die erneute nordkoreanische Drohung aus. Nordkoreas Vertreter hätten der südkoreanischen Seite bei den laufenden innerkoreanischen Wirtschaftsgesprächen in Pjöngjang mit „entsetzlichem Unheil“ gedroht. Nordkorea verstehe anscheinend nicht die wahren Absichten Südkoreas, die Nuklearkrise friedlich lösen und gleichzeitig auch eine innerkoreanische Wirtschaftszusammenarbeit vorantreiben zu wollen. Zu den innenpolitischen Auseinandersetzungen über Änderungen der südkoreanischen Nordkoreapolitik kündigte der Präsidentenberater an, dass es keine wesentlichen Veränderungen geben werde. Die südkoreanische Regierung wolle weiterhin Anstrengungen für eine friedliche Beendigung der Nuklearkrise unternehmen und auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Norden auf einer stabilen Basis fortführen, hieß es. Zum Auftakt der Wirtschaftsgespräche in Pjöngjang drückte der nordkoreanische Chefunterhändler Park Chang-ryun seine Unzufriedenheit über die Ergebnisse des südkoreanisch-amerikanischen Gipfeltreffens aus. Die gemeinsame Erklärung beider Staatsoberhäupter widerspreche Inhalten der innerkoreanischen Erklärung des ersten Gipfeltreffens im Jahr 2000. Nordkorea warf dem Süden zudem vor, kein Vertrauen zu haben. Falls Südkorea in atomaren Fragen weiterhin auf Konfrontation setzen sollte, würden die innerkoreanischen Beziehungen zerstört und entsetzliches Unheil über den Süden gebracht, so die nordkoreanische Warnung.