Südkoreas Devisenreserven sind im September so stark gestiegen wie seit zwei Jahren nicht.
Die Devisenvorräte hätten Ende September ein Rekordhoch von 336,2 Milliarden Dollar erreicht, 5,83 Milliarden Dollar mehr als im August, teilte die Koreanische Zentralbank Bank of Korea mit.
Es war der stärkste Anstieg seit Oktober 2011, als die Reserven um 7,59 Milliarden Dollar zugelegt hatten.
Die Währungsreserven stiegen im September den dritten Monat in Folge, nachdem im Juni der größte Rückgang seit 13 Monaten verbucht worden war.
Laut Angaben der Zentralbank sei der Anstieg durch einen schwächeren Dollar zu erklären, der für einen Wertanstieg der nicht auf Dollar lautenden Vermögenswerte gesorgt habe. Auch die Herausgabe von Stabilisierungsanleihen habe die Reserven steigen lassen.
Südkorea hatte am 5. September erstmals nach über drei Jahren wieder auf Dollar lautende Stabilisierungsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit im Wert von einer Milliarde Dollar begeben.
Die hohen Devisenreserven gelten als Puffer gegen Kapitalflucht und eine Abwertung der Währung, da im Zuge des erwarteten schrittweisen Ausstiegs der USA aus dem Stimulusprogramm zuerst Kapital aus Schwellenmärkten abgezogen wird.
Südkorea ist mit Stand von Ende August das Land mit den siebtgrößten Devisenreserven weltweit.