Nordkorea hat Südkorea darüber informiert, dass es am Freitag sechs Südkoreaner, die es festgehalten hatte, in den Süden zurückschicken werde.
Ein Mitarbeiter des Vereinigungsministeriums sagte am Donnerstag, dass eine entsprechende Benachrichtigung im Namen des Vorsitzenden des nordkoreanischen Roten Kreuzes eingegangen sei.
Bei den sechs Personen handelt es sich um Männer. Es muss noch festgestellt werden, ob sie freiwillig nach Nordkorea gegangen sind bzw. wann und wie sie in das kommunistische Land gelangten. Bei vier der sechs Männer handelt es sich höchstwahrscheinlich um Personen, die im Februar 2010 von nordkoreanischer Seite wegen illegaler Grenzüberschreitung überprüft wurden.
Der Ministeriumsmitarbeiter sagte, es sei bedauerlich, dass der Norden nicht auf Südkoreas Bitte, die fraglichen Personen zu identifizieren, reagiert habe. Seoul sei aber erleichtert darüber, dass Nordkorea - wenn auch mit einiger Verspätung - die Festgehaltenen aus humanitären Gründen zurückschicke.
Nach Meinung von Beobachtern soll Nordkorea zu diesem Entschluss gekommen sein, nachdem es festgestellt habe, dass die sechs Männer in Bezug auf geheime Informationen oder Propagandazwecke nicht von Nutzen seien.
Die Regierung in Seoul hat verifiziert, dass es sich um südkoreanische Staatsangehörige handelt und wird nach ihrer Rückkehr am Freitag untersuchen, auf welchen Wegen sie in den Norden gelangten.