Im Rahmen der Befragung der Regierungsbehörden haben Mitglieder des parlamentarischen Ausschusses für Auswärtiges und Vereinigung heute den innerkoreanischen Industriepark im nordkoreanischen Kaesong besucht.
Der Leiter des Ausschusses Ahn Hong-joon sagte nach der Rückkehr im Büro für Grenzkontrolle an der Dorasan-Station, beide Koreas sollten sich um die Normalisierung des Betriebs des Kaesong-Komplexes bemühen. Das Parlament wolle hierfür mit den dort tätigen Unternehmern regelmäßig beraten.
Die 40-köpfige Delegation, darunter 21 Abgeordnete, hat in Kaesong Fabriken für Kleidung, Schuhe und Bauteile für Mobiltelefone sowie Infrastrukturanlagen besichtigt.
Unternehmensvertreter forderten zur finanziellen Unterstützung auf, mit dem Argument, dass sie nach der Wiedereröffnung des Komplexes immer noch Schwierigkeiten bei der Anlockung von Investitionen hätten.
Es war der erste Besuch von Abgeordneten im Kaesong-Industriepark auf Parlamentsebene nach dem Amtsantritt der neuen Regierung im Februar. Der Chef der Demokratischen Partei, Kim Han-gil, und der stellvertretende Parlamentsvorsitzende Lee Byung-suk von der Saenuri-Partei, reisten wegen der Nachwahlen nicht mit. Die Einreise von Cho Myung-chul, der einst aus Nordkorea geflüchtet war, erlaubte der Norden nicht.