Laut einem Zeitungsbericht hat eine dem südkoreanischen Vereinigungsministerium unterstellte Stiftung die Flucht von Nordkoreanern nach China finanziert.
Das schrieb die südkoreanische Tageszeitung „Hankyoreh“.
Eine Organisation für Menschenrechte nordkoreanischer Flüchtlinge habe die Stiftung für nordkoreanische Flüchtlinge Anfang Juli des vergangenen Jahres darum gebeten, zwei Nordkoreanern Geld zur Verfügung zu stellen, das sie bei der Flucht nach China nordkoreanischen Grenzsoldaten zahlen müssten. Daraufhin habe die Stiftung mehrere Millionen Won bereitgestellt, hieß es.
Das Ministerium wies die Meldung zurück. Die Stiftung habe ein Programm, in dessen Rahmen dringliche Hilfe für von der Abschiebung bedrohte nordkoreanische Flüchtlinge angeboten werde, sagte ein Vertreter. Es sei ein Missverständnis aufgekommen, da die Stiftung während der Papierarbeit aus Versehen geschrieben habe, dass Nordkoreanern bei der Flucht über den Fluss Tumen geholfen worden sei.
Die Hilfsorganisation teilte ihrerseits mit, dass zwei nordkoreanische Flüchtlinge nach dem Grenzübertritt in China um Hilfe gebeten hätten.