Die internationalen Taekwondo-Verbände, die jeweils von Südkorea und Nordkorea geführt werden, wollen eine Kooperation vereinbaren.
Das sagte das nordkoreanische Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Chang Ung, in einem Interview mit dem US-Auslandssender Voice of America.
Der von Südkorea geführte Welt-Taekwondo-Verband (WTF) und die von Nordkorea geführte Internationale Taekwondo-Föderation (ITF) arbeiteten an einem Einigungsdokument, in dem die bilaterale Kooperation vereinbart werde. Damit wollten beide Seiten sich gegenseitig respektieren und anerkennen und gemeinsame Anstrengungen für die Entwicklung von Taekwondo unternehmen, hieß es.
Die Vereinbarung soll die Gründung eines gemeinsamen Demonstrationsteams, an dem süd- und nordkoreanische Athleten beteiligt sind, sowie gegenseitige Besuche bei Wettkämpfen, die von dem jeweils anderen Verband veranstaltet werden, vorsehen.
An den Olympischen Spielen dürfen lediglich Taekwondo-Athleten der Mitglieder des WTF teilnehmen, den die IOC als einzige internationale Taekwondo-Föderation anerkennt.