Wirtschaft
Streit um Gesetz gegen Spielsucht eskaliert
Write: 2013-11-12 13:53:41 / Update: 2013-11-12 16:40:41
Der Streit um ein sogenanntes Gesetz gegen die Spielsucht eskaliert weiter.
Weiteren Zündstoff bieten hohe Einkünfte aus geistigem Eigentum in der Online-Spiele-Industrie. Laut der Koreanischen Zentralbank verdienten einheimische Hersteller von Online-Spielen im vergangenen Jahr insgesamt 680 Millionen Dollar durch Lizenzeinnahmen. Sie sind über das Fünffache höher als das entsprechende Einkommen in allen anderen Industriebereichen im Zusammenhang mit Hallyu, der koreanischen Welle, und machen 85 Prozent der gesamten betroffenen Einkünfte aus.
Aufgrund dieser Tastache protestiert die Online-Spiele-Industrie nun gegen das Gesetz gegen die Spielsucht, das die Regierungsabgeordnete Shin Ui-jin jüngst vorgelegt hat. Das Gesetz sieht vor, dass Online-Spiele neben Glücksspiel, Alkohol und Drogen zu den größten Süchten zählen, und dass ein Organ zur Verhinderung der Sucht gegründet werden soll.
Die Branche behauptet, dass das Gesetz die Aktivitäten in der Industrie beschränken werde, was zum Rückgang neuer Contents und schließlich zum Exportabschwung führen werde. Dagegen betont Shin, dass mit dem Gesetz keine zusätzliche Kontrolle angestrebt werde. Stattdessen werde die integrierte Behandlung von Fragen betreffend Süchtige und Suchtvorbeugung im Bereich Online-Spiele, Glücksspiele, Alkohol und Drogen unter dem Ministerpräsidenten angestrebt.
Die Zahl der Online-Unterschriften gegen das Gesetz erreicht mittlerweile fast 250.000.
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