Die Regierung hat am Mittwoch ein Maßnahmenpaket zum Schutz persönlicher Daten im Finanzbereich bekannt gegeben.
Anlass ist die gestiegene Besorgnis der Bürger nach dem aktuellen Fall von massivem Datendiebstahl bei Kreditkartenunternehmen.
Im Mittelpunkt stehen das Verbot des Besitzes übermäßig vieler Kundendaten bei Finanzunternehmen und das Teilen dieser Daten sowie die Verstärkung von Strafmaßnahmen bei einem Datenleck.
Demnach soll ein Finanzunternehmen, bei dem Kundendaten durchgesickert sind, den CEO unter Umständen entlassen. Sollte ein Unternehmen persönliche Daten, die illegal in Umlauf gebracht wurden, zu Geschäftszwecken missbrauchen, droht ein Strafgeld von bis zu einem Prozent des Umsatzes. Das Unternehmen, das persönliche Daten illegal weitergibt, wird mit einem Bußgeld von bis zu fünf Milliarden Won oder 4,7 Millionen Dollar belegt.
Zugleich wird die Strafzumessung auf eine Gefängnissstrafe von bis zu zehn Jahren oder einem Strafgeld von bis zu 500 Millionen Won oder knapp 470.000 Dollar deutlich verschärft. Dem betroffenen Finanzunternehmen kann zudem bis zu sechs Monaten das Geschäft verboten werden. Derzeit liegt die Obergrenze bei drei Monaten.
Unterdessen will die Regierung gegen die diesmal betroffenen drei Kreditkartenunternehmen, KB Kookmin Card, Lotte Card und NH Nonghyup Card, ein dreimonatiges Geschäftsverbot verhängen. Sie will diesen zudem raten, ihre früheren und amtierenden Führungskräfte zu entlassen.