Süd- und Nordkorea haben heute in der entmilitarisierten Zone (DMZ) die symbolische Wiederverbindung von grenzüberschreitenden Eisenbahnteilstrecken vollzogen. An zwei Stellen in der vier Kilometer breiten DMZ haben Eisenbahnbeamte aus beiden Teilstaaten im Rahmen einer kleinen Zeremonie die Verknüpfung der innerkoreanischen Teilstrecken Gyeongui und Donghae vorgenommen. Insgesamt erschienen zu der Zeremonie jeweils 50 Delegierte beider Seiten, angeführt von Beamten im Rang eines Generaldirektors. Die innerkoreanischen Eisenbahnstrecken sind dennoch noch nicht durchgängig befahrbar. Während auf der westlichen Gyeongui-Strecke in der südkoreanischen Hälfte die meisten Abschnitte fertig gestellt sind, sind in der nordkoreanischen Hälfte die Bauarbeiten kaum vorangeschritten. Erst 2,2 Kilometer von insgesamt 15,3 Kilometern in der Nordhälfte sind fertig gestellt. Auf der östlichen Donghae-Strecke wurden auf beiden Seiten erst wenige hundert Meter Schienen verlegt. Mit der heutigen symbolischen Feier wollten beide Seiten dem dritten Jahrestag des historischen Korea-Gipfels eine größere Bedeutung verleihen. Die innerkoreanischen Eisenbahnverbindungen waren ein zentraler Bestandteil der Gipfelerklärung vom 15. Juni 2000.