Der nordkoreanische Botschafter in Großbritannien hat vor einer Kriegsgefahr wegen eines für März vorgesehenen gemeinsamen Manövers Südkoreas und der USA gewarnt.
Das schrieb die britische Zeitung „Financial Times“ in ihrer Internetausgabe.
Botschafter Hyon Hak-bong sagte der Zeitung, dass das Militärmanöver die Bemühungen Nordkoreas um eine Verbesserung der Beziehungen mit Südkorea schwer beeinträchtigen könnte.
Hyun wies offenbar auf die jährliche Landungsübung Ssanyong der Marineninfanterien Südkoreas und der USA im Rahmen des Feldmanövers Foal Eagle hin. Nordkorea hatte auch letztes Jahr Südkorea zum Stopp des Manövers drängen wollen.
Die gemeinsame Übung Südkoreas und der USA würde die koreanische Halbinsel an den Rand eines Kriegs führen. Das würde auch die angestrebten Zusammenführungen getrennter Familien gefährden, warnte Hyon.
Nordkorea habe Südkorea eine Gelegenheit gegeben. Sollte der Süden diese Gelegenheit verpassen, werde das ein großer Fehler sein. Sollte das Manöver durchgesetzt werden, werde sich die Situation weiter anspannen und Korea an den Rand eines Kriegs gebracht werden, hieß es weiter.
Hyun wiederholte außerdem hinsichtlich der Hinrichtung von Jang Song-thaek die bisherige Position Nordkoreas, dass Jang durch Machtmissbrauch das Wirtschaftsmanagement des Landes zerstört und allein 2009 4,6 Millionen Euro unterschlagen hätte.