Nordkorea hat am heutigen Montag erneut zwei ballistische Raketen abgeschossen.
Laut einer ranghohen Regierungsquelle in Seoul startete Nordkorea ab 6.19 Uhr zwei Kurzstreckenraketen von Gitdaeryeong und Wonsan an der Ostküste in Richtung Ostmeer. Die Raketen seien schätzungsweise mehr als 500 Kilometer geflogen.
Wie verlautete, gehen das südkoreanische Militär und der Geheimdienst davon aus, dass es sich um Scud-C-Raketen handelte.
Nordkorea hatte bereits am 27. Februar von der Gegend Gitdaeryeong vier Scud-Raketen abgeschossen.
Die südkoreanischen Streitkräfte glauben, dass Nordkorea angesichts des derzeit stattfindenen gemeinsamen Manövers Südkoreas und der USA „Key Resolve“ mit den wiederholten Raketentests für militärische Spannungen sorgen wolle. Aufgrund der Gefahr neuer Provokationen beobachten sie die Lage daher mit großer Aufmerksamkeit.
Der Sprecher des Seouler Verteidigungsministeriums, Kim Min-seok, forderte unterdessen, dass Nordkorea seine provokativen Handlungen umgehend stoppen solle.
Nordkorea besitzt über 700 Scud-B- und Scud-C-Raketen, deren Reichweite jeweils mehr als 300 und 500 Kilometer beträgt. Das Land nahm außerdem jüngst Scud-ER-Raketen, eine verbesserte Version der Scud-D-Raketen, in den Dienst.