Südkorea hat Nordkorea aufgefordert, den Vorschlag für Rotkreuzgespräche zur Lösung der Frage der getrennt lebenden Familien umgehend zu akzeptieren.
Die südkoreanische Regierung betonte nach eigenen Angaben heute in einer Mitteilung im Namen des Chefs des Rotkreuzverbandes, es sei die eindeutige Position des Südens, dass Diskussionen über die Frage der getrennten Familien nicht durch die politische und militärische Situation beeinträchtigt werden sollten.
Seoul drückte auch sein Bedauern aus, dass Pjöngjang den Gesprächsvorschlag abgelehnt hatte. Humanitäre Angelegenheiten seien bisher zwischen den Rotkreuzverbänden diskutiert worden. Zudem hätten beide Seiten bei den Rotkreuzgesprächen am 5. Februar vereinbart, nach den innerkoreanischen Familientreffen Ende Februar Arbeitsgespräche auf Rotkreuzebene zu führen, um ihre Diskussionen in der Angelegenheit fortzusetzen, hieß es.
Südkorea hatte am Mittwoch Nordkorea vorgeschlagen, am 12. März neue Arbeitsgespräche der Rotkreuzverbände über Lösungswege für die Frage der getrennten Familien, darunter eine routinemäßige Durchführung der Familientreffen, zu führen. Nordkorea lehnte am Donnerstag den Vorschlag ab und wies darauf hin, dass weder die Bedingungen noch eine Stimmung für den Dialog vorlägen.