Kongress und Regierung der USA streiten weiter wegen des Effekts des vor zwei Jahren in Kraft getretenen Freihandelsabkommens (FHA) mit Südkorea.
Die auf Nachrichten über den Kongress spezialisierte Zeitung „The Hill“ schrieb, dass einige Abgeordnete den Freihandelspakt mit Südkorea benutzten, um die von der Obama-Regierung angestrebte Transpazifische Partnerschaft (TPP) und die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (THIP) abzulehnen.
Demokraten hätten mit Hinweis auf ein Dokument des Handelsministeriums darauf hingewiesen, dass das Handelsdefizit gegenüber Südkorea im vergangenen Jahr auf 20,7 Milliarden Dollar zugenommen habe. Sollte die TPP abgeschlossen werden, werde auch das Defizit gegenüber deren elf Mitgliedern zunehmen, hätten sie gewarnt.
Dagegen führte das Büro des US-Handelsbeauftragten den Exportrückgang gegenüber Südkorea darauf zurück, dass die Ausfuhren in zwei mit dem FHA nicht zusammenhängenden Branchen deutlich geschrumpft waren. Der Getreideexport sei wegen der Dürre um 1,7 Milliarden Dollar verglichen mit der Zeit vor zwei Jahren zurückgegangen und der Mineralienexport wegen des Konjunkturabschwungs in Südkorea um eine Milliarde Dollar.
Würden beide Branchen nicht in die Berechnung miteinbeogen, sei der Export nach Südkorea in den letzten zwei Jahren nicht um 4,3 Prozent geschrumpft, sondern habe um 2,3 Prozent zugelegt, hieß es.