Nach Ansicht von Experten muss Südkorea zur Rückgewinnung des Vertrauens zwischen beiden Koreas zunächst seine Sanktionen vom 24. Mai aufheben.
Das ergab eine Meinungsumfrage, die das Hyundai Wirtschaftsforschungsinstitut bei 88 Experten in den Bereichen Wiedervereinigung, Diplomatie und nationale Sicherheit durchführte.
46,6 Prozent nannten die Aufhebung der Sanktionen vom 24. Mai als Aufgabe mit höchster Priorität für Südkorea. Das 2010 eingeführte Maßnahmenpaket verbietet jegliche Projekte zur wirtschaftlichen Kooperation und zum Austausch mit Nordkorea außer dem Kaesong-Industriepark.
26,1 Prozent gaben die routinemäßige Durchführung hochrangiger Gespräche an. Dahinter folgten der Vorschlag von Gesprächen für die Wiederaufnahme innerkoreanischer Tourprogramme ins Geumgang-Gebirge und die Erweiterung der humanitären Hilfe für Nordkorea.
Als dringlichste Aufgabe für Nordkorea nannten 27,3 Prozent die routinemäßige Durchführung innerkoreanischer Familientreffen. 22,7 Prozent nannten aufrichtige Schritte in der Nuklearproblematik. Andere forderten die Entschuldigung für frühere Provokationen, die Erweiterung von Reformen und Öffnung sowie den Stopp von Provokationen gegen Südkorea.
79,5 Prozent betonten zudem die Notwendigkeit der Erweiterung von Dialog und Kooperation in nichtpolitischen Bereichen für bessere innerkoreanische Beziehungen und die Vorbereitung der Wiedervereinigung, auch wenn Nordkorea auf sein Atomprogramm nicht verzichtet.